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Nachdem im November 1989 das erste und größte Blockheizkraftwerk (760 kW) der Stadtwerke in Betrieb genommen wurde, folgten 1991 das BHKW Hallenbad mit 320 kW und von 1992 bis 1995 sechs weitere kleine BHKW's mit einer gesamtem elektr. Leistung von 96 kW. Die gesamte elektr. BHKW-Leistung der Stadtwerke beläuft sich zur Zeit auf 1206 kW. Außerdem verfügen die Stadtwerke über ein Spitzen- und Notstromaggregat mit 400 kW Leistung. Hiermit erzeugen die Stadtwerke ca. 11% des benötigten Stroms und stellen 20% der erforderlichen Leistung zur Verfügung. Den Hauptanteil der benötigten Energie beziehen die Stadtwerke von dem Regionalversorgunger EnBW (Energie Baden-Württemberg). Durch den bereits beschriebenen hohen Anlagenwirkungsgrad von BHKW-Anlagen leisten die Stadtwerke einen wirkungsvollen Beitrag zum Umweltschutz. Wie alle Anlagen der Stadtwerke können auch unsere BHKW's besichtigt werden. Ab 12 Personen können Gruppenführungen durchgeführt werden. Einzelpersonen und Kleingruppen werden zu Besichtigungsgruppen zusammengefaßt. Nähere Informationen erhalten sie bei Frau Rist (Tel.: 07581/506-111).
Blockheizkraftwerke (BHKW) sind Kleinkraftwerke auf Basis von Verbrennungsmotoren im Leistungsspektrum zwischen 5 und 10.000 kW. Durch weitgehende Nutzung der Motorabwärme erzielen BHKW-Anlagen Gesamtwirkungsgrade von bis über 85%. Dabei liegen die elektrischen Wirkungsgrade je nach Verbrennungsprinzip zwischen 35% und 38%. Auf Grund ihrer kompakten - häufig in Modulform angebotenen - Bauweise können BHKW's unterschiedlichsten Bedarfsfällen angepaßt werden. Zu den typischen BHKW-Einsatzgebieten zählen Betriebe und Einrichtungen, in denen die Gleichzeitigkeit von Strom- und Wärmenachfrage die weitgehende Eigennutzung der vom BHKW abgegebenen Energien gewährleistet, wie z.B. energieintensive Industriebetriebe, Krankenhäuser, Schwimmbäder, Sportzentren u.a. Ferner gewinnen Blockheizkraftwerke seit dem Ende der 80er Jahre bei der energetischen Verwertung von Deponie- und Klärgasen stetig an Bedeutung. Die Hauptbestandteile der BHKW-Module sind der Verbrennungsmotor, der Kühlwasserwärmetauscher, der Abgaswärmetauscher und der Generator. Das umlaufende Heizungswasser wird zunächst im Kühlwasserwärmetauscher auf etwa 80°C vorgewärmt und anschließend im Abgaswärmetauscher auf höhere Temperaturen, maximal etwa 110°C, nachgewärmt. Dabei könen die Abgastemperaturen von 400-600°C je nach Motortyp bis auf 120°C (Gasmotor) ausgekühlt werden. Das so erwärmte Wasser wird in der Regel für Heizzwecke verwendet, kann jedoch auch für andere Aufgaben wie Trocknung, Dampferzeugung Lufterwärmung u.a. eingesetzt werden. Die elektrische Anbindung erfolgt üblicherweise niederspannungsseitig ans 0,4-kV-Netz. Abhängig von der gewählten elektrischen Betriebsweise kommen Asynchron- (Netzparallelbetrieb) oder Synchrongeneratoren (Inselbetrieb, Ersatzstromerzeugung) zum Einsatz, die direkt mit dem Motor gekoppelt werden. Zur Gewährleistung einer hohen Auslastung der kapitalintensiven BHKWW-Module werden diese Systeme vornehmlich zur Deckung der Wärmegrundlast eingesetzt. Bedarfsspitzen werden mit erheblich kostengünstigeren Spitzenheizkesseln gedeckt. Zur Laufzeitoptimierung der BHKW-Module können Wärmespeicher als Puffer- und Steuerspeicher installiert werden. |